Die Marie trägt PREFA

16. November 2020

Frankfurts neuer Wohnkomplex am Platz des ehemaligen St. Marienkrankenhauses

Fast 4000 Quadratmeter PREFA 29 x 29 Rauten und Prefalz werden zum neuen Blickfang im schicken Frankfurter Nordend – und das nicht nur aus der Vogelperspektive. Das prominente Neubauprojekt Marie zeigt dabei anschaulich, wie aufwendig es ist, die historisch geprägte Ästhetik an moderne Ansprüche anzupassen – und wie gut sich dafür das PREFA Material eignet.

Das Projekt wird von Instone Real Estate, einem der deutschlandweit führenden Wohnentwickler, realisiert, der somit auch die Planungsgrundlagen vorgegeben und den Bau überwacht hat. In Abstimmung mit der RUHLAND + RIEGLER GmbH entschied sich Instone bei der Wahl des Deckmaterials für die beiden PREFA Produkte in der Farbe P.10 dunkelgrau, weil diese mit 40 Jahren Material- und Farbgarantie eine hohe Langlebigkeit versprechen. „Der Einsatz der Aluminiumprodukte macht es möglich, dass die vielen Details dieses Daches einheitlich in einem einzigen Material gedeckt werden können“, sagt Christian Müller, Geschäftsführer bei RUHLAND + RIEGLER. Dass die vielen Elemente wie die Kamineinfassung und Fenster materialgleich gebaut werden könnten, sei besonders dann wichtig, wenn hohe Ansprüche an die Optik erfüllt werden sollen, wie in diesem Fall. Gerade bei einem Dach dieser Dimension und Form, das so präsent heraussticht, komme es auf die Ästhetik an.

Im beliebten Frankfurter Wohnviertel Nordend wächst derzeit ein hochwertiger Wohnkomplex heran, der von einem auffallend markanten Mansardendach gekrönt wird. Der Neubau soll nach dem Abriss des geschichtsträchtigen St. Marienkrankenhauses die entstandene Lücke auf 14.000 Quadratmetern angemessen füllen. Ähnlich der Außenfassade wird deshalb auch das Dach dieses umfangreichen Neubaus trotz seiner Größe in Teilen dem alten nachempfunden – mitsamt seiner 85 Gauben und den unzähligen individuellen Details. In Verbindung mit den zu erfüllenden technischen Ansprüchen in Sachen Bauphysik und Brandschutz geriet das Dach somit zur besonderen Herausforderung beim Neubau.

Wie aus einem Guss

2000 Kilogramm Aluminium seien allein für die Herstellung von Kehlen, Graten und Anschlüssen verarbeitet worden, berichtet Müller. Sämtliche Einfassungen für Fenster oder Dunstrohre, die immer wieder schmale Anschlusselemente und Sonderkantteile erforderten, würden Dank der PREFA Produkte im selben Material verbleiben können und deshalb optisch eins zu eins in die Rauten übergehen. „So wirkt am Ende alles aus einem Guss und ergibt ein harmonisches Gesamtbild.“

Dass die Wahl trotz der Größe des Daches auf die kleinteilige und mit 2,6 Kilogramm pro Quadratmeter leichte PREFA 29 x 29 Raute und das Produkt Prefalz gefallen ist, bringt zudem den Vorteil, dass sich die großen Mengen an Deckmaterial gut zum Einsatzort transportieren lassen. Dazu kommt: Ohne Spezialmaschinen, allein mit dem üblichen Spenglerwerkzeug, ließen sich die Alu-Rauten flexibel und je nach Anforderung schneiden und in Form bringen, betont Christian Müller.

Auch wenn er durchaus schon Erfahrung mit Projekten dieser Größenordnung hat, gibt Müller zu: „Dimensionen wie diese hat man nicht alle Tage.“ Deswegen hat er sich in den zwei Jahren vor Baubeginn immer wieder mit der Bauleitung der Außenfassade und mit PREFA zusammengesetzt, um in enger Zusammenarbeit die elegantesten Lösungen für die Dachsegmente zu finden, und zwar so, dass sie dabei eine hohe technische Funktionalität gewährleisten.

Höchste Ansprüche an Optik und Funktion

Dass so viel Wert auf eine detailgetreue und hochwertige Außenhülle des Gebäudes gelegt wurde, liegt auch daran, dass sich das neue Gebäude wie selbstverständlich in das historisch gewachsene Stadtbild dieses gepflegten, bürgerlichen Wohnquartiers einfügen soll. Schließlich wird es geprägt von zahlreichen Gründerzeitbauten und Boulevards im Wilhelminischen Stil sowie seinen romantischen Innenhöfen. Mit dem St. Marienkrankenhaus, 1904 bis 1907 im Stil der Gründerzeit nach den Plänen des Frankfurter Architekten Hans Rummel errichtet, fiel 2017 ein altehrwürdiges Gebäude dem Abriss anheim, das zum Kern dieses Quartiers zählte. Mit ihm ging auch ein Stück Frankfurter Geschichte verloren.

Das neue Ensemble aus acht Mehrfamilienhäusern mit fünf bis sieben Geschossen soll diese entstandene Lücke entsprechend hochwertig füllen. Schon mit seinem schlichten Namen – Marie – erweist der Neubau dem alten Krankenhaus seine Referenz. Der Entwurf dieses Wohnkomplexes stammt vom 2019 verstorbenen Architekten Magnus Kaminiarz, der auch das mit 172 Metern höchste Wohnhochhaus Deutschlands verantwortete, den Grand Tower. Einerseits im äußeren Erscheinungsbild der Frankfurter Erhaltungssatzung gerecht zu werden, andererseits mit einer modernen und exklusiven Ausstattung die hohen Ansprüche der Klientel zu erfüllen, war der Spagat, den der Architekt leisten musste.

Haus Marie

Mit der dafür notwendigen Kreativität wurden Grundrisse und Räume geschaffen, die großzügige Raumhöhen von bis zu vier Metern ermöglichen. Was hier entsteht sind lauter bewohnbare Wohlfühloasen: Nahezu jede Wohnung kommt mit einer Loggia daher und ist mit (Dach-)Terrasse oder Balkon ausgestattet. Die Fertigstellung der geplanten 236 Wohnungen, von denen 181 Wohneinheiten als Eigentumswohnungen vorgesehen sind, ist für Ende 2021 geplant.

Auch PREFARENZEN werden an diesem Projekt dran bleiben und künftig über weitere Entwicklungen berichten.

 

Text: Ute Watzl
Visualisierung & Foto Abriss: Instone Real Estate (Ferhat Köseoglu)
Baustellendokumentation: RUHLAND + RIEGLER GmbH (Christian Müller)

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